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Was passiert am Viktualienmarkt?

Der Münchener Viktualienmarkt soll behutsam, sanft und liebevoll saniert werden. Dazu hat das Kommunalreferat eine Studie mit dem Namen „Zukunftskonzept Viktualienmarkt“ in Auftrag gegeben. Im Winter und Frühjahr 2017 wird eine intensive Bestandsaufnahme durchgeführt. Die Bausubstanz wird analysiert und die Händlerinnen und Händler werden in einzelnen Interviews nach ihren Bedürfnissen gefragt. Auch die Geschichte des Marktes und die aktuelle Verkehrssituation werden analysiert. Auf Basis all dieser Informationen entstehen ab Herbst 2017 erste Konzepte für die Sanierung. Die Ergebnisse werden mit Fachstellen und der Händlerschaft beraten. Parallel dazu wird ein Bürgergutachten durchgeführt (siehe dazu auch FAQ „Was ist ein Bürgergutachten ?“). Bis zum Sommer 2018 soll das Zukunftskonzept fertiggestellt sein und wird vom Kommunalreferat dann dem Stadtrat vorgelegt. Erst danach können konkrete Sanierungsmaßnahmen geplant und durchgeführt werden.


Wo erfahre ich etwas über die Sanierung?

Für die Dauer der Studie gibt es am Markt ein Infostandl. Dort kann man zwei Mal in der Woche Fragen und Anregungen einbringen. Außerdem werden in den Fenstern des Standls aktuelle Ergebnisse und Ereignisse laufend ausgehängt. Außerdem wird auf der Internetseite www.zukunft-viktualienmarkt.de berichtet, was gerade geschieht bzw. wo und wann Veranstaltungen stattfinden. An vielen Marktständen und im Infostandl gibt es auch Info-Sammelkarten zum Mitnehmen, die regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen informieren und gesammelt ein wunderschönes Viktualienmarkt-Panoramabild ergeben.


Wo ist das Infostandl am Markt zu finden und wann ist es offen?

Das Infostandl liegt direkt südlich am Biergarten (in der Markt-Abteilung III), gegenüber dem Liesl-Karlstadt-Brunnen und ist dienstags und donnerstags Nachmittag von 14 - 18 Uhr geöffnet.


Welche Themen werden in der Studie bearbeitet? Was wurde schon bearbeitet und was muss noch geklärt werden?

Das Zukunftskonzept untersucht den gesamten Markt. Ziel ist die dauerhafte Sicherung des Marktes in seiner heutigen Form, mit seinem heutigen Angebot und all seinen Händlerinnen und Händlern. Das heißt, dass es auf dem Viktualienmarkt auch in Zukunft vor allem Lebensmittel zu kaufen und zu genießen gibt und dass der Charakter und die Atmosphäre des Marktes erhalten bleiben. Im Herbst 2016 wurde mit der Ermittlung der Grundlagen begonnen. Die Bestandsdaten wurden gesichtet, u.a. wurde auch jeder einzelne Stand von Fachplanerinnen und Fachplanern begangen und in seinem Zustand dokumentiert. Derzeit sind verschiedene Fachplaner und Gutachter dabei weitere Untersuchungen zu machen. Zum Beispiel wird die Geschichte des Marktes beschrieben und betrachtet, wie er sich über die Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte entwickelt und verändert hat. Der Boden wird auf Bodendenkmäler, aber auch auf Kampfmittel untersucht. Der Brandschutz und der Verkehr auf dem Markt werden analysiert. Außerdem wurden die Händlerinnen und Händler von den Fachplanern interviewt, um einen vertieften Einblick in den Markthandel und die Bedürfnisse der Standbetreiberinnen und Standbetreiber zu erlangen. Nun – im Sommer 2017 - beginnt die Bedarfsplanung. Die Fachplaner tragen zusammen, was aktuell auf dem Markt fehlt, welche Flächen für die Bedürfnisse der Händlerinnen und Händler, welche für die Sicherheit und die Hygiene, usw. gebraucht werden. Dafür nur ein Beispiel: Es bestehen Defizite bei der Lagersituation. Nicht für alle Stände ist ein eigenes bzw. ausreichendes und passendes Lager vorhanden. Auf Grundlage geltender Vorschriften und den Händlergesprächen wird nun ermittelt, wie viele Lagerräume, an welcher Stelle und mit welcher Ausstattung benötigt werden und welche Fläche sie auf dem Markt in Anspruch nehmen werden.


Warum kommt das Zukunftskonzept teilweise zu einer abweichenden Einschätzung als das frühere Gutachten des TÜV?

Das TÜV-Gutachten hat vor allem allgemein die technischen Aspekte untersucht und die Defizite pauschal zusammengetragen. Zum Beispiel die Kellerabgänge in den Marktständen wurden teilweise als gefährlich eingestuft. Das Zukunftskonzept verfolgt einen ganzheitlicheren Ansatz und trägt Erhaltenswertes und Problematisches zusammen. Die jetzt stattfindende Studie untersucht den Bestand viel umfänglicher und betrachtet jedes Standl und seine Situation viel detaillierter als das TÜV-Gutachten. Die Machbarkeitsstudie ist aber noch nicht abgeschlossen. Daher ist auch noch keine abschließende Aussage dazu möglich, in welchen Punkt wir tatsächlich zu einer anderen Einschätzung kommen, als das TÜV Gutachten.


Was sind die größten Probleme?

Baurecht: Die meisten festen Bauten auf dem Markt sind zwar genehmigt, dies gilt aber nicht für die zeltartigen Konstruktionen an den Ständen. Hier fehlt bei der überwiegenden Zahl die Baugenehmigung.Toiletten + Sozialräume: Es gibt nicht genügend Toiletten auf dem Markt. Weder für die Standbetreiber noch für die Kundschaft. Teilweise fehlen auch Sozialräume für Pausen und Spinde in den Ständen, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kleidung wechseln können. Hygiene: Rund 10 % der Marktstände haben keinen Wasseranschluss, was aber beim Verkauf von Lebensmitteln zwingend erforderlich ist. Hygiene: Weil nicht genug Lagerfläche vorhanden ist, werden teilweise Waren nachts in den relativ offenen Vorbauten gelagert. In den Gebäuden werden deswegen auch Lager-, Büro- und Sozialräume in einem Raum zusammengedrängt und vermischt.Versorgung: Nicht alle Stände auf dem Markt haben einen Stromanschluss. Die vorhandenen Stromleitungen sind vielerorts Jahrzehnte alt, die Stromleistung ist oft nicht ausreichend. Besonders in der Lebensmittellagerung, wo viel Strom benötigt wird, um zu heizen oder zu kühlen, wird mehr Leistung benötigt, als geliefert werden kann.


Wie sieht so eine „behutsame Sanierung“ aus? Wie wird eigentlich saniert? Wie lange dauert die Sanierung eines Standls?

Wir befinden uns nach Abschluss der Grundlagenermittlung nun in der Bedarfsplanung. Seit Juni 2017 werden erste Planungskonzepte für den Markt erarbeitet. Erst wenn diese vorliegen, kann man absehen welches Ausmaß eine Sanierung hat und wie lange das dauert.


Wie soll der Markt später aussehen?

Das kann man jetzt noch nicht sagen. Die Planerinnen und Planer lassen sich ausreichend Zeit für die Analyse, damit zielgerichtet geplant und später "Behutsam. Sanft, Liebevoll." saniert werden kann und so die jetzige Atmosphäre des Marktes erhalten bleibt. Darauf aufbauend werden Konzepte entwickelt, die das Kommunalreferat dem Stadtrat im Sommer 2018 zur Entscheidung vorlegt. Erst danach können konkrete Sanierungsmaßnahmen geplant, diskutiert und durchgeführt werden - und erst dann sind konkrete Überlegungen und Aussagen zum künftigen Erscheinungsbild möglich


Was ist ein „Bürgergutachten“?

Bürgergutachten nennt sich das Beteiligungsverfahren, mit dem Bürgerinnen und Bürger der Landeshaupstadt München in das Zukunftskonzept für den Viktualienmarkt eingebunden werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden per Zufallsverfahren aus dem Melderegister der Stadt München ausgewählt. Jede oder jeder ab 14 Jahren kann dazugehören. Insgesamt werden 100 Menschen gesucht, die bereit sind, an dem 4-tägigen Verfahren im Oktober teilzunehmen. Dieses Auswahlverfahren soll sicherstellen, dass ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung teilnimmt. Die Bürgergutachter und Bürgergutachterinnen hören Impulsvorträge von unterschiedlichen Fachleuten und diskutieren in wechselnden Kleingruppen. Zudem wird es auch Begehungen auf dem Markt geben. Das Ergebnis dieser Arbeit wird im Bürgergutachten, einer umfangreichen Broschüre, zusammengefasst und dem Stadtrat übergeben sowie veröffentlicht. Ziel ist, den gemeinsamen, informierten und durchdachten Bürgerwillen möglichst breit zu erfassen und in den Planungsprozess mit einzubinden.